Zugtechniken beim Dampfen

Zum Wechsel vom Rauchen aufs Dampfen gehört immer auch die Feststellung, dass die von der Tabakzigarette her gewohnte Zugtechnik bei E-Zigaretten nicht richtig “zieht”. Der Verbrennungsprozess bei einer normalen Tabakzigarette verstärkt sich, sobald heftiger daran gezogen wird, da ihm mehr Sauerstoff zugeführt wird.

Wer nun zum ersten Mal sein Ego Starterset oder ein EVOD Starterset ausprobiert, wird sich mit hoher Wahrscheinlichkeit erst einmal über die geringe Dampfmenge und den kaum wahrnehmbaren Geschmack wundern. Das ist aber noch lange kein Grund, sich vom Dampfen gleich wieder abzuwenden, denn auf die richtige Zugtechnik kommt es an!

E-Zigarette kaufen und losdampfen: Grundsätzliches zur Zugtechnik

Die E-Zigarette funktioniert auf andere Weise, denn hier wird der Verdampfungsprozess per Knopfdruck ausgelöst. Der Heizwendel wird erhitzt und beginnt, das ihm zugeführte E-Liquid zu verdampfen. Dieser Prozess bleibt jedoch von der Intensität, mit der an der E-Zigarette gezogen wird, weitestgehend unbeeinflusst. Wer also kurz und heftig daran zieht, bekommt weniger Dampf ab. Mit anderen Worten: Dem Heizwendel im Verdampfer muss genug Zeit gegeben werden, um die benötigte Menge an Dampf zu erzeugen. Zudem benötigen Liquids etwas Zeit, um nachzufließen. Grundsätzlich gilt also, langsamer und entspannter zu ziehen. Für die E-Zigarette haben sich daher ein paar Zugtechniken etabliert, mit denen sich die Dampfausbeute maximieren lässt.

Die Mund-Lungenzugtechnik

Die erste Zugtechnik wird Rauchern nicht ganz unbekannt sein. Der Dampf wird zuerst in den Mund gesaugt und erst im Anschluss daran über Lunge gezogen. Der Vorteil dieser Technik liegt darin, dass sich die Dampfmenge besser dosieren lässt. Abhängig vom persönlichen Empfinden kann hier auch die Geschmacksentwicklung deutlich verbessert werden, denn die meisten Geschmacksknospen befinden sich auf der Zunge und im Bereich der Mundhöhle. Gerade die Feinschmecker unter den Dampfern werden daher der Mund-Lungentechnik stets den Vorzug geben.

Vor allem Anfänger, die in der ersten Zeit noch hin und wieder einen Hustenreiz verspüren, beginnen fast automatisch mit dieser Technik. Sie eignet sich auch dann sehr gut, wenn ein Verdampfer mit höherem Zugwiderstand verwendet wird.

Der direkte Lungenzug

Beim direkten Lungenzug dient der Mund nicht mehr als Zwischenstation. Vielmehr wird der Dampf direkt inhaliert, wie bei einem ganz normalen Atemzug. Bei dieser Zugtechnik sollte bedacht werden, dass bedingt durch das höhere Volumen der Lunge mehr Dampf eingeatmet und dem Körper folglich auch mehr Nikotin zugeführt wird. Für den direkten Lungenzug eignen sich Verdampfer mit geringerem Zugwiderstand oder solche, die über eine Luftzufuhrkontrolle verfügen. Letztere besitzen meist ein Rädchen an der Verdampferbasis, mit dem sich der Zugwiderstand, den persönlichen Vorlieben entsprechend, einstellen lässt.

Unsichtbar Dampfen

Es ist auch möglich, zu dampfen, ohne Dampf entstehen zu lassen. Entwickelt wurde die Technik des sog. Stealth-Dampfens vermutlich in diversen Flugzeugen, Eisenbahnen und an sonstigen Orten, an denen Dampfer beim Dampfen nicht gesehen werden möchten – Aus welchen Gründen auch immer. Wir möchten natürlich niemanden dazu ermutigen, an Orten zu dampfen, an denen es nicht erlaubt ist. Dennoch ist es möglich, sozusagen wolkenlos dem Genuss einer E-Zigarette nachzugehen. Dabei darf natürlich nicht zu lang und zu stark gezogen werden. Zudem sollte darauf geachtet werden, dass etwas mehr Luft mit in die Lunge gezogen wird. Am besten funktioniert das mit der Mund-Lungentechnik, bei welcher der Dampf besonders tief ein- und auch nicht sofort wieder ausgeatmet wird. Einfach ein paar Sekunden abwarten und dann langsam exhalieren. Mit etwas Übung gelingt es und so gut wie kein Dampf ist mehr zu sehen.

Kondenswasser vermeiden

Übrigens lässt sich mithilfe der richtigen Zugtechnik auch die Bildung von Kondenswasser verringern. Dieses meist etwas bitter schmeckende Wasser sammelt sich mit der Zeit im Bereich des Mundstücks oder in den Luftkanälen, durch die der Dampf geführt wird. Tritt sie aus, wird das auch als Siffen bezeichnet. Der Trick liegt darin, einfach etwas länger zu ziehen, als der Feuertaster betätigt wird. So wird der Dampf nahezu komplett abgezogen und Kondensat vermieden.

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