Wie das Rauchen unseren Geschmacks- und Geruchssinn beeinflusst

Raucher, die auf die E-Zigarette umsteigen, bemerken recht schnell einige Änderungen am eigenen Körper. Zu diesen gehören auch Verbesserungen beim Geschmacks- und Geruchssinn. Wer seine Sinne nicht alle beisammen hat, muss auch mit weniger Lebensqualität zurechtkommen. Raucher können zwar auch weiterhin Gerüche wahrnehmen, riechen aber die frisch gemähte Wiese, die salzige Meeresluft deutlich schlechter als Nichtraucher. Raucher müssen zudem ihre Speisen stärker würzen, um den degenerierten Geschmacksnerven noch etwas bieten zu können. Die wenigsten Weinkenner sind gleichzeitig starke Raucher.

Wie Rauchen Geschmacks- und Geruchssinn abstumpfen lässt

Dass Rauchen schwerwiegende Krankheiten und gesundheitliche Einschränkungen mit sich bringen kann, ist mittlerweile allgemein bekannt. Meistens ist in der Diskussion von Krebs- oder Atemwegserkrankungen wie COPD die Rede, weniger von Beeinträchtigungen des Geruchs- und Geschmackssinnes. Wenn ehemaligen Raucher auf die E-Zigarette umsteigen, werden sie sich des Unterschieds jedoch sehr bald bewusst.

Die chemischen Verbindungen in Tabakzigaretten stumpfen mit der Zeit die Fähigkeit des Gaumens ab, die vier Grundgeschmacksrichtungen wahrzunehmen: Süß, sauer, salzig und bitter. Zum Glück werden die Geschmacksnerven durch den Rauch nicht irreparabel beschädigt, er vermindert vielmehr den Grad der Wahrnehmung bei den einzelnen Rezeptoren, schränkt die sensorische Erkennung ein und schädigt zudem noch die Schleimhäute. Hinzu kommt die Tatsache, dass der Rauch von Zigaretten sowohl durch den Mund als auch durch die Nase exhaliert wird, weswegen Geruchs- und Geschmackssinn gleichzeitig abnehmen. Die Rezeptoren sind aber grundsätzlich dazu in der Lage, sich zu regenerieren. Das ist jedoch abhängig davon, wie lange und wie viel geraucht wurde. Es ist also durchaus möglich, dass sich die Geschmacksnerven von jemandem, der 30 Jahre lang geraucht hat, nicht mehr voll und ganz regenerieren.

Ob und inwieweit der eigene Geschmacks- und Geruchssinn durch das Rauchen bereits beeinträchtigt ist, lässt sich übrigens auch mit Hilfe eines Facharztes herausfinden. Dieser führt ein Endoskop in die Nase ein und kann so ermitteln, ob es Bereiche gibt, die bereits Schaden genommen haben.

Dampfen – Besser für den guten Geschmack

Im Gegensatz zur Tabakzigarette, beeinflusst das Dampfen die Geschmacksnerven in keinster Weise. Angesichts der unzähligen Aromen, mit denen Liquids versehen werden, wäre das dem Dampfen auch nicht sonderlich zuträglich. In Liquids werden schließlich nur Lebensmittelaromen verwendet, und diese wiederum schmecken umso intensiver, je mehr sich die Geschmacksnerven regeneriert haben. Wer also als Anfänger ein bestimmtes Liquid nicht mag, weil der Geschmack nicht intensiv genug ist, sollte das Fläschchen erst einmal beiseitestellen. Nach ein bis zwei Wochen kann das Liquid dann erneut probiert werden, was in den meisten Fällen mit der Feststellung einhergeht, dass es nun völlig anders schmeckt.

Die Wahrnehmung von Düften und Gerüchen – und damit auch die Lebensqualität im Allgemeinen – verbessert sich nach dem Rauchstopp zusehends. Wer jahrelang in der eigenen Wohnung geraucht hat, wird schon bald mit dem daraus resultierenden Geruch von kaltem Rauch konfrontiert werden, der sich überall festgesetzt hat und entsprechende Maßnahmen ergreifen, diesen so schnell wie möglich zu beseitigen.

Wenn sich die Geschmacksnerven regenerieren

Bereits 48 Stunden nach der letzten Tabakzigarette beginnen sowohl Geschmacks- als auch Geruchssinn damit, sich zu regenerieren. Der Rauchstopp macht sich besonders gut bemerkbar, denn von nun an werden Geschmacksstoffe und Gerüche oder Düfte wieder intensiver wahrgenommen. Blumen riechen nicht mehr alle gleich, der salzige Duft des Meeres verstärkt sich bei der nächsten Urlaubsreise und besonders pikant gewürzte Gerichte schmecken plötzlich richtig scharf.

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